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Christbaum mit Lichtern von Flüchtlingen in Reinickendorf

Ein Christbaum mit 300 von Geflüchteten und Reinickendorfer Bürgerinnen und Bürgern gestalteten Lichtern erstrahlt ab dem ersten Advent auf dem Gelände der evangelischen Hoffnungskirchengemeinde in Neu-Tegel.

Der Baum mit den Laternen, der für ein friedliches Zusammenleben steht, ist ein leuchtendes Symbol für Vielfalt und Gemeinschaft. Das Kunstprojekt unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident a.D. Dr. Wolfgang Thierse ist ein Produkt der Zusammenarbeit von Kirche, engagierten Bürgerinnen und Bürgern in Reinickendorf, geflüchteten Menschen und dem Reinickendorfer Integrationsbeauftragten. Finanziert wird es aus öffentlichen Mitteln und aus Mitteln der Landeskirche Berlin - Brandenburg - schlesische Oberlausitz.

Die Künstler Sofia Camargo und Thomas E. J. Klasen von der Berliner Lichtergalerie haben das Konzept erarbeitet. Berlinerinnen und Berliner, Geflüchtete, Kinder wie Erwachsene, haben in den vergangenen zwei Jahren in Reinickendorf in unzähligen Stunden Laternenkörper gebaut und farblich gestaltet. Hierbei lernten sich ganz unterschiedliche Menschen kennen und schätzen. Es wurden Brücken der Verständigung gebaut. In Berlin sind im Rahmen dieser Initiative schon  an mehreren Orten Laternen als Zeichen für Hoffnung und friedliches Miteinander aufgeleuchtet: In Reinickendorf stellten Flüchtlinge und Berliner Bürgerinnen und Bürger auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik im Jahr 2015 ihre Laternengalerie aus. Außerdem war 2016 die Wanderausstellung "HeimatLos" mit Leuchtkörpern unterwegs. Auch in weiteren evangelischen Kirchengemeinden wurden in den letzten Wochen zusätzliche Laternen von Flüchtlingen und Reinickendorferinnen und Reinickendorfern gestaltet, die in den nächsten Wochen im Bezirk an Christbäumen vor Ort erstrahlen werden.

Dr. Wolfgang Thierse wird zusammen mit dem Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Gesundheit, Integration und Soziales, Uwe Brockhausen und dem Pfarrer der Gemeinde Egbert Vogel den Christbaum am Sonntag, dem 27. November 2016, um 16.30 Uhr in der Hoffnungskirchengemeinde, Tile-Brügge-Weg 49, 13509 Berlin, während der Adventsandacht einweihen.

„Denn mit den Mitteln der Kunst ist zusammengeführt was zusammengehört: die Menschen. Ein großer, weithin strahlend leuchtender Christbaum aus hunderten von Laternen ist Symbol für die Vielfalt aller Menschen und ihr friedliches Miteinander. Ein Zeichen der Hoffnung“, so Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen.

Begegnungsfest 2016

Am Samstag, 24. September 2016, findet zwischen 13:00 und 17:00 Uhr das große Begegnungsfest in Reinickendorf statt. Auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik (KaBoN), Oranienburger Straße 285, bei Haus 24/25 in Berlin Wittenau treffen sich Reinickendorfer, neue und alte Nachbarn und Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind oder vertrieben wurden, um sich kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam einen schönen Nachmittag zu verbringen.

Ein buntes Bühnenprogramm, kulinarische Spezialitäten aus verschiedenen Ländern und Regionen, Spielangebote für Familien sowie umfangreiche Informationen der beteiligten Initativen, Vereine und Einrichtungen rund um die Flüchtlingsarbeit in Reinickendorf und verschiedene Angebote bieten ein abwechslungsreiches Programm. Außerdem findet während des Fests auch ein Kleider-Second-Hand-Markt statt, um Kleiderspenden, die nicht gebraucht werden abzugeben und mit dem Geld dringend benötigte Sachen zu finanzieren.

Das Begegnungsfest in Reinickendorf findet dieses Jahr bereits zum 4. Mal statt und trifft immer wieder auf großen Zuspruch und Beteiligung der Reinickendorfer.

Das Fest ist eine Kooperationsveranstaltung von:
Integrationsbeauftragter Reinickendorf, Albatros e. V., AWO Kreisverband Berlin-Mitte e. V., Musikschule Reinickendorf, PRISOD, WiR Netzwerk, Bezirksamt Reinickendorf Jugendamt

28. November, 18.00 Uhr: Kleine Einführung in den Islam - Teil 2

Viele der Geflüchteten, die in den letzten Monaten Zuflucht bei uns gefunden haben, sind Muslime. Der Islam war daraufhin Thema vieler Diskussionen im Zusammenhang mit Integration und Will-kommenskultur. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Koran und Hadith? Was sind die 5 Säulen des Islam? Wie und warum wird die Pilgerfahrt organisiert? Im zweiten Teil des Vortrages wird eine kurze Einführung in wichtige Aspekte des täglichen Lebens religiöser Muslime gegeben. Mit allem gebührenden Respekt widmen wir uns in zwei Vorträgen diesem äußerst komplexen Thema und versuchen, mit diesem kleinen Einblick einen Beitrag für ein respektvolles Miteinander zu leisten. Referentin: Rebecca de Vries (Koordinatorin für Flüchtlingsarbeit, Kirchenkreis Reinickendorf)